Jahresrückblick 2013

20.12.2013

der Bürgermeisterin

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
in wenigen Tagen verabschieden wir uns vom Jahr 2013 und damit ist es auch schon wieder an der Zeit, Rückschau zu halten. Zu Beginn des Jahres waren wir sehr unsicher, welche Möglichkeiten der Gemeinde im Rahmen der gegebenen finanziellen Bedingungen überhaupt bleiben, um die anstehenden Vorhaben realisieren zu können. Gemeinsam mit dem Gemeinderat haben wir uns daher auf die Maßnahmen konzentriert, für die Fördergelder bereits zur Verfügung standen bzw. bei denen die Chancen aussichtsreich waren, solche zu erhalten und die Finanzierung dadurch gesichert wäre. Erfreulicherweise konnten wir für 3 beantragte Zuwendungen die Bewilligungsbescheide entgegennehmen, so auch für unser größtes Bauvorhaben – der umfassenden Sanierung des Altbaus der Kindertagesstätte „Schlumpfenland“. Um den Großteil der Arbeiten im Hauptgebäude zusammenhängend und ohne Zeitverlust durchführen zu können, wurde der Altbau für 14 Tage im Sommer geschlossen. Die weiteren Arbeiten fanden dann bei laufendem Betrieb der Einrichtung ihre Fortsetzung, was unweigerlich dementsprechende Einschränkungen mit sich brachte. Es war gewiss für alle Beteiligten keine einfache Zeit. Ich möchte mich deshalb bei den Erzieherinnen und Eltern für ihr Verständnis und ihre Geduld bedanken, ebenso bei dem Planungsbüro für die Koordination und Abstimmung sowie bei den am Bau beteiligten Firmen für die erbrachten Leistungen. Was sich alles verändert hat und welche Bedingungen nunmehr für die Betreuung unserer Kinder gegeben sind, das können Sie sich im neuen Jahr gern selbst anschauen, wenn das „Schlumpfenland“ zum „Tag der offenen Tür“ einlädt.
Weiterhin konnten wir mit Hilfe von Fördermitteln ein Teilstück der Karolinenstraße erneuern und nach langer Wartezeit die längst überfällige Brücke auf dem Röderweg durch ein neues Bauwerk ersetzen. Im Rahmen der Ortskernsanierung wurde mit der Platzgestaltung am Kriegerdenkmal der noch ausstehende 2. Bauabschnitt der Erneuerung des Kirchenumfeldes umgesetzt.
Für alle sichtbar, hat sich ebenfalls in unserem Gewerbegebiet neues getan. Unternehmenserweiterungen wie von Franz Schäfer Etiketten GmbH und  Gäbler Stahlhandel Stahlbau GmbH prägen das Bild. Für letztere war eine Änderung des Bebauungsplanes des Gewerbegebietes erforderlich. Das notwendige Verfahren wurde in die Wege geleitet und - auch wenn es dabei einige Hürden zu nehmen galt - zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Außerdem konnten wir den Grundstein dafür legen, dass sich zwei weitere Unternehmen in unserem Gewerbegebiet ansiedeln werden und die Auslastung der Flächen dann nahezu 100 % erreicht.
Das Jahr 2013 war für einige unserer Vereine und Gemeinschaften auch ein Jahr der Jubiläen. Auf 60 Jahre Bestehen konnte die Landeskirchliche Gemeinschaft Bretnig e.V. zurückschauen, auf jeweils 30 Jahre die Bretniger Blech-Bläser und die Wanderfreunde Bretnig-Hauswalde. Sein 50-jähriges Jubiläum beging der Ziergeflügel- und Exotenverein Rödertal und Umgebung e.V. und der Rassegeflügelzüchterverein Rödertal e.V. wartete mit stolzen 115 Jahren Vereinsgeschichte auf.
Zu einer schönen Tradition geworden sind die jährlich stattfindenden kulturellen und sportlichen Veranstaltungen in der Gemeinde. Für viele unserer Einwohner und auch der umliegenden Orte sind sie fester Bestandteil ihrer Jahresplanung geworden. Und wenn sich viele Gäste und Besucher aufmachen und mit dabei sein wollen, so sind das der schönste Lohn und die beste Anerkennung für all die Mühen der Organisation.
Weihnachtsbaumbrennen, Walpurgisfeuer, Dorffest mit Open-Air, Konzerte, Kinderfeste, Tage der offenen Türen, Gartentage, Kirmes, Ausstellungen, Nikolausfest, Adventssingen, Turniere, Umwelt- und Naturschutz – hinter all dem – und noch vielem mehr – stehen unsere Vereine, Einrichtungen und engagierte Einzelpersonen.  Es ist wahrlich nicht als selbstverständlich anzusehen, was sie an Zeit und Hingabe im Ehrenamt aufwenden und verdient unsere Würdigung und höchsten Respekt.                                
Immer wieder gibt es auch neue und bereichernde Ideen. So stand das diesjährige Dorffest in Hauswalde ganz im Zeichen des 20-jährigen Bestehens der „Tiefkühlkost Hauswalde Handels GmbH“ und der Heimatförderverein Bretnig-Hauswalde e.V. hielt für die Gemeinde eine ganz besondere Überraschung bereit: Aus dem Erlös des Verkaufes der vom Verein selbst erstellten Kalender wurde an uns ein Scheck in Höhe von 1000 Euro übergeben. Und auch aus den Einnahmen des Verkaufs des Kalenders für 2014 soll die Gemeinde eine Spende erhalten. Dieses Geld wird dann insgesamt für die Anschaffung eines Spielgerätes im Naturbad „Buschmühle“ verwendet. Vielen Dank dafür an den Heimatförderverein!    Zur Bretniger Kirmes wurde erstmals eine Tombola durchgeführt, deren Ertrag für den Aufbau eines Spielgerätes im Hofepark eingesetzt werden soll. Mit eingegangenen Spenden konnten insgesamt 1250 Euro erzielt werden. Auch hier an alle ein Dankeschön, die sich an der Tombola beteiligt und gespendet haben! Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Bretniger Kirmes war zweifellos die Ausstellung  „100 Jahre Omnibuslinie Radeberg-Bretnig-Bischofswerda“ und das damit einhergehende Rahmenprogramm. Den Organisatoren der Ausstellung - insbesondere Herrn Steffen Jacob - und allen, die ihre persönlichen Erinnerungsstücke zur Verfügung gestellt haben, gebührt unser Dank!  Neue Ideen sind ebenso immer wieder gefragt, wenn es um die Ausstellung zum alljährlichen Nikolausfest geht. Die Eheleute Petraschke hatten sie auch in diesem Jahr – Weihnachten ohne Krippe – das geht nicht.  Davon konnte man sich anhand der Vielzahl der ausgestellten Krippen selbst überzeugen. Herzlichen Dank für die Ausgestaltung des Ratskellers und an alle, die bereit waren, ihre Krippen auszustellen.  
Doch auch das war das Jahr 2013 – nach einem nicht enden wollenden Winter hatte das Land, als es endlich Sommer werden sollte, wieder einmal mit einer Naturkatastrophe zu kämpfen. Wir in unserer Region hatten wirklich großes Glück und bei weitem nicht so große Schäden durch das Hochwasser zu beklagen, wie nur wenige Kilometer weiter.  Solidarität und Anteilnahme zeigten Unternehmen und Privatpersonen, die bei einer Benefizveranstaltung 800 Euro spendeten. Diese wurden an die Behindertenwerkstatt „St. Josef“ des Christlichen Sozialwerkes gGmbH Dresden übergeben, deren Einrichtung infolge der Flut drastisch beschädigt worden war.
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
auf ein ganzes Jahr relativ kurz gefasst zurückzuschauen, birgt immer die Gefahr, nicht auf alle Dinge gerecht eingehen zu können oder etwas bzw. jemanden zu vergessen. Ich hoffe, Sie sehen es mir nach. Sie alle haben Ihre eigenen Eindrücke und Erlebnisse vom Jahr 2013, auch was die gemeindlichen Angelegenheiten angeht. So können Sie, wenn Sie etwas unvollständig empfinden oder vermissen, aus Ihrer Sicht diese Rückschau für sich ergänzen und vervollständigen.  
Im Namen des Gemeinderates und den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und persönlich wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest. Verbringen Sie schöne Stunden im Kreise Ihrer Familien und Freunde und starten Sie gut und gesund in das neue Jahr!
Ihre Katrin Liebmann
Bürgermeisterin